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Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (berufsbegleitend)

Übersicht

Die Ausbildung ist so konzipiert, dass psychologische Psychotherapeuten gemäß den Vorgaben des Psychothe­rapeutengesetzes (PsychThG) und der zugehörigen Ausbildungs‑ und Prüfungs­verordnung (PsychTh‑APrV) nach einer mindestens 5jährigen berufsbegleitenden Ausbildung alle Voraussetzungen für die Anmeldung zur Approbationsprüfung in der Fachkunde tiefenpsychologische Psychotherapie für Erwachsene erfüllen können.

Ansprechpartnerin: Dipl.-Psych. Andra Habermann, Tel.: 05571/914440

Voraussetzungen und Zulassungsmodus

Für die Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie werden Psychologinnen und Psychologen mit den Hochschulabschlüssen Diplom und Master zugelassen.

Ein Antrag auf Zulassung ist jederzeit möglich. Der Bewerber stellt beim Vorsitzenden des Unterrichtsausschusses (UA) einen formlosen schriftlichen Antrag auf Zulassung und fügt einen tabellarischen Lebenslauf mit Passbild bei.

Nach einem kostenpflichtigen Interview mit einem vom UA genannten Lehranalytiker wird über die Zulassung entschieden.

Dauer

 

Die Ausbildung umfasst mindestens 4200 Stunden, die sich neben der Selbsterfahrung (s.u.) aus der theoretischen und praktischen Ausbildung (2400 Stunden) sowie der praktischen Tätigkeit (1800 Stunden als sog. Psychologe im Praktikum) zusammensetzen.

Die berufsbegleitende Ausbildung dauert mind. 5 Jahre

Selbsterfahrung

 

Die Selbsterfahrung findet in diesem Ausbildungsgang als Lehrtherapie statt. Die Lehrtherapie sollte bald nach Beginn der Ausbildung aufgenommen werden und kann im analytischen Setting und im tiefenpsychologischen Setting stattfinden. Die Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie erfordert eine mindestens 150-stündige Lehrtherapie.

Theoretische Ausbildung

 

Zur Erlangung der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten sind 600 Stunden theoretischer Ausbildung nachzuweisen. 400 Std. Selbststudium können zusätzlich angerechnet werden. Die wesentlichen theoretischen Ausbildungsinhalte werden durch das Curriculum an Lehrveranstaltungen des Instituts abgedeckt. Neben dem Curriculum informieren die PsychTh-APrV sowie der Gegenstandskatalog des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen Mains (www.impp.de), welche Ausbildungsinhalte zu erwerben sind.

Einige weitergehende, durch das PsychThG vorgeschriebene Anforderungen (z.B. Kenntnisse in psychiatrischer Diagnostik und Differentialdiagnostik) werden durch Angebote kooperierender Einrichtungen vermittelt.

Praktische Ausbildung

 

Die praktische Ausbildung umfasst

  • 20 tiefenpsychologisch fundierte Erstinterviews unter Supervision
  • 10 Behandlungen mit insgesamt mindestens 600 Behandlungsstunden, davon 2 Langzeitbehandlungen
  • mindestens 150 Supervisionsstunden bei insgesamt mindestens 600 Behandlungsstunden bei mindestens 3 verschiedenen Supervisoren. Ein Teil der Supervisionen kann in der Gruppe stattfinden.
  • Teilnahme und Vorstellung von Behandlungsfällen im kasuistisch-technischen Seminar (KTS). Es müssen mindestens drei Behandlungen vorgestellt werden.
  • Anfertigung von 6 schriftlichen Ausarbeitungen von Behandlungsverläufen

Praktische Tätigkeit

 

Die praktische Tätigkeit umfasst mindestens 1.800 Stunden und ist in Abschnitten von jeweils mindestens drei Monaten abzuleisten. Hiervon sind

1. mindestens 1.200 Stunden an einer psychiatrischen klinischen Einrichtung, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist oder die von der nach § 10 Abs. 4 PsychThG zuständigen Behörde als gleichwertige Einrichtung zugelassen wird (Diagnostik und Behandlung von mindestens 30 Patienten; bei 4 dieser Patienten müssen die Familie und/oder andere Sozialpartner einbezogen sein), und

2. mindestens 600 Stunden an einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung.

Der Ausbildungsteilnehmer wählt seine Praktikumsplätze selbst. Die Institution muss nach dem PsychThG zugelassen sein und es muss zwischen der ausgewählten Institution und dem LAS-Institut ein Kooperations-/Ausbildungsvertrag bestehen.

Abschlüsse

 

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Schwerpunkt "tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Erwachsenen" schließt nach Zulassung durch das Landesprüfungsamt mit der staatlichen Prüfung ab. Mit bestandener Prüfung erwirbt der Ausbildungsteilnehmer die Approbation.

Zudem kann ein Abschlussexamen am LAS-Institut abgelegt werden. Mit diesem wird die Voraussetzung für eine affiliierte Mitgliedschaft am Institut erworben.