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Forum psychodynamische Therapie

Moderation Jörg Melzer

           Ort: Leinehof

           Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

           Die genauen Termine werden per Einladung an alle (A&WBT und Mitglieder) bekannt gegeben.

 

Meine ehrenamtliche Leitung des Forums endet zum 31.12.25. Im kommenden Semester wird es noch zwei Veranstaltungen geben; eine im Herbst und eine im Winter. Die bisherigen Arbeitstitel hierfür sind einmal „When war changes settings and topics“ mit Veronika Lukyanova aus der Ukraine und „Herausforderungen in der psychodynamischen Therapie bei kompliziertem Trauern“ mit mir.

Die Vortragenden geben 45 min. einen Einblick in ihre therapeutische Arbeit und dann folgen 45 min. Dialog darüber. Sinn und Zweck der Veranstaltungen ist es, durch offenes zuhören und gemeinsame Reflektion, ein neues Verständnis für die jeweils geschilderte therapeutische Herausforderung zu entwickeln.

Literatur: Isaacs W. Dialogue and the art of thinking together. New York, London: Currency 1999; McCambridge J. 12 angry men: A study in dialogue. Journal of Management Education 2003; 27: 384-401

"Psychoanalyse trifft Film" - An der Schwelle zur Adoleszenz

Die Psychoanalyse hat der Kindheit von Beginn an einen besonderen Stellenwert zugemessen. Der wechselvolle Prozess der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen wurde seither unterschiedlich konzipiert: Als Ablauf von Phasen, Durchlaufen von Komplexen, Bewältigen von Krisen oder auch als Wachstum in Schichtungen der Persönlichkeit. Diese Bewegung vollzieht sich in Übergängen, und das Kind gerät bald an eine radikale Schwelle, an der sein Kindsein selbst auf dem Spiel steht – der Adoleszenz. Freud bezeichnete sie, eine gewisse Endgültigkeit wie Hoffnung antönend, als „zweite Chance“. Wie begreifen wir heute diese Schwelle, die einen aufwühlenden bis grundstürzenden Zwischenbereich von unbändiger Fülle wie ungeheurer Leere eröffnet? Wer und was geht im Übergang vor sich? Was widerfährt dem Subjekt, seinen Bindungen und Beziehungen im Liminalen? Wann und inwiefern ist Kindheit schließlich zu Ende, und wie geht es dann weiter?

Der Richtung dieses Fragens möchten wir mit der neuen Reihe Psychoanalyse trifft Film in Kooperation mit dem Programmkino Méliès folgen. In drei Filmen begegnen wir unterschiedlichen Konstellationen von Kindheiten auf der Schwelle zur Adoleszenz. Es geht um Freundschaft, Begehren und (Un-)Heimlichkeit, um Spiel, Verwandlung und Abschied, um Familie und den Kampf um Beziehung und Anerkennung. Film als Medium und das Kino als besonderer Ort eröffnen uns dabei einen kulturellen Erfahrungsbereich, dessen genuiner Ausgangspunkt im "Übergangsraum" des kindlichen Spiels selbst verortet werden kann.

Termine:

28.10.2025 – Die Unschuld (2023, H. Kore-Eda), Referent: S. Jörn

09.12.2025 – Moonrise Kingdom (2012, W. Anderson), Referenten: K. M. Fischer, R. Urban

10.02.2026 – Babai (2016, V. Morina), Referent: S. Gadisa (Hannover)

Programmkino Méliès (Ticketvorverkauf ca. 4 Wochen vor Vorstellung online möglich):
Méliès - Programm - LUMIÈRE und MÉLIÈS

5. Tag der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TP) der DGPT Fokusbildung und spezielle Behandlungstechniken

           online

           Datum: 07.11.2025 von 16:00 – 21:30 Uhr

           Anmeldung nach Einladung

 

Die Fokusbildung stellt ein zentrales Merkmal der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TP) dar. Oft ist damit eine Fokussierung auf aktuell wirksame unbewusste Konflikte gemeint, die identifiziert und in der Psychotherapie gezielt behandelt werden sollen. Über Fokusbildung, oder allgemeiner gesprochen, wie zu fokussieren sei, gibt es verschiedene Konzepte und Ansätze, aus denen sich unterschiedliche behandlungstechnische Implikationen ableiten. Allen Konzepten gemeinsam ist das Ziel, das Behandlungsgeschehen einerseits zu verdichten und andererseits einzugrenzen. Wir wollen beim „5. Tag der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie“ einige Schlaglichter im weiten Feld des „Fokus“ genauer beleuchten. Neben „klassischen“ Konzepten der Fokusbildung, sowohl für ambulante Richtlinien-, als auch für stationäre Psychotherapie, wollen wir die OPD 3 als aktuelle wissenschaftliche Methode zur diagnostischen Einordnung, und schließlich als ein spezielles Behandlungsverfahren, das die Fokussierung schon im Namen trägt, die „Tranference focussed Psychotherapy“ (TfP) genauer betrachten.

Die Veranstaltung findet online statt. Für die kostenlose Teilnahme/Zusendung des Zugangslinks wird eine Anmeldung, z. B. über die Homepage der DGPT erforderlich, auf der auch der endgültige Ankündigungstext zu finden sein wird. Ein Flyer zur Veranstaltung wird in Kürze ebenfalls versandt. Eine Mitgliedschaft in der DGPT ist für die Teilnahme keine Vorrausetzung.

Für die Veranstaltung wird eine Zertifizierung zum Erwerb von Fortbildungspunkten durch die DGPT beantragt. Diese könnten für Teilnehmende der Aus- und Weiterbildung nach Rücksprache mit Ihren Instituten auch als Theoriestunden gezählt werden.

Arbeitskreis Interkulturelle Psychotherapie

Akram Abutalebi, Dagmar Bielstein

Der Arbeitskreis findet statt in den Räumen der KV, Elbinger Straße 2.

Der nächste Termin kann erfragt werden bei Frau Abutalebi (abutalebi@dont-want-spam.gmx.de) oder bei Frau Bielstein (mail@dont-want-spam.dagmarbielstein.de).

 

In unserem Arbeitskreis befassen wir uns mit Fragen, die uns in der Behandlung von Patientinnen und Patienten aus anderen Kulturen begegnen – überwiegend durch Intervision und gelegentlich auch theoretisch.

Wir arbeiten in unterschiedlichen Kontexten ambulant und stationär und freuen uns auch über Kollegen in Ausbildung, die Interesse an der Gruppe haben.

Göttinger Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer können nach Absprache mit den jeweiligen Instituten an den dortigen Veranstaltungen teilnehmen:

 

www.institut-psychoanalyse.de

www.psychoanalysehannover.de

www.dpg-institut-hamburg.de