Gisela Rothbächer, Anahita Seyed Vossoughi
Ort: Leinehof, Seminarraum A
Dienstags 18:30 – 20:00 Uhr
04.11., 11.11., 18.11., 25.11.; 02.12., 09.12.2025
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
Max. Teilnehmerzahl: 12
In diesem Seminar erarbeiten wir Haltung und Technik für eine psychodynamische Erstbegegnung. Nach einer theoretischen Einführung zu Grundannahmen, Funktion und Besonderheiten des Erstinterviews nach Argelander werden wir uns ganz praktisch mit der Erhebung und Auswertung von Erstbegegnungen beschäftigen. Angewandte Methoden: Diskussion und Reflektion von schriftlich in die Gruppe eingebrachten Gedächtnisprotokollen einer Erstbegegnung aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (es ist günstig, wenn die Möglichkeit zu Erstgesprächen im Arbeitsfeld besteht, aber keine Bedingung für die Teilnahme); Rollenspiele zur Erprobung verschiedener Standardsituationen, insbesondere Gesprächsbeginn, Umgang mit Schweigen und zur Einübung einer rezeptiven, gleichzeitig präsenten Haltung als Interviewerin/Interviewer. Auch auf die von den Kassen als obligatorisch eingeführte "Psychotherapeutische Sprechstunde" wird eingegangen, Unterschiede, aber auch Verbindungslinien zum psychodynamischen Erstinterview werden gezogen.
Empfohlene Literatur: Hermann Argelander "Das Erstinterview in der Psychotherapie", Annemarie Laimböck "Das psychoanalytische Erstgespräch".
Susanne Staats
Ort: Institut, Bibliothek
1. Teil: Samstag, 25.04.2026, 09:00 – 16:30 Uhr
2. + 3. Teil: Dienstags, 28.04. und 05.05.2026 19:00 – 20:30 Uhr
4. Teil: Samstag, 09.05.2026 09:00 – 16:30 Uhr
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
Das Seminar richtet sich an A&WBT, die mit der Anamneseerhebung über die Institutsambulanz beginnen möchten. Gerne können auch A&WBT hinzukommen, die sich erneut mit der Erhebung von Anamnesen befassen wollen. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit den "Hinweisen zur Darstellung von Anamnesen" (auf der Homepage zu finden) theoretisch beschäftigen. Im zweiten Teil wird es eine Anamneseerhebung mit einem Schauspielpatienten oder einer Schaulspielpatientin geben. Im dritten Teil sammeln wir unsere Einfälle und Überlegungen zur Patientin/zum Patienten und verfassen gemeinsam eine Anamnese.
Alexandra Bernholt, Reinhard Kreische
Ort: Leinehof, Seminarraum A oder C, am 25.06.26 in der Bibliothek
Donnerstags 20:15 – 21:45 Uhr
27.11.; 18.12.2025; 29.01.; 26.02.; 19.03.; 30.04.; 28.05.; 25.06.2026
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
Eine Poliklinik ist eine Einrichtung, die der ambulanten Diagnostik und Versorgung von Patientinnen und Patienten dient. In den Polikliniken einer Universität lernen die Studentinnen und Studenten die verschiedenen Krankheitsbilder eines Faches kennen.
Die Diagnostische Ambulanz unseres Instituts dient ebenfalls diesen Zwecken. Sie sollen in Ihrer Aus- und Weiterbildung möglichst viele Krankheitsbilder kennenlernen, mit denen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten in ihrer Berufstätigkeit in eigenen Praxen oder in stationären und teilstationären klinischen Einrichtungen zu tun haben.
Im Seminar "Psychotherapeutische Poliklinik" stellen Sie Anamnesen von Patientinnen und Patienten vor, die Sie in der Diagnostischen Ambulanz unseres Instituts (oder in Ausnahmefällen in der therapeutischen Einrichtung, in der Sie arbeiten) untersucht haben. Wenn die Patientinnen und Patienten damit einverstanden sind, werden sie im Seminar persönlich vorgestellt. Anschließend erarbeiten wir in der Seminargruppe Hypothesen zur Diagnose und zur Psychodynamik der vorgestellten Krankheitsbilder, zur Übertragung, Gegenübertragung und zum Widerstand, zur Prognose und zur Indikation. Den vorgestellten Patientinnen und Patienten wird im Rahmen unserer Möglichkeiten ein Behandlungsplatz vermittelt.
Das Seminar kann vom ersten Ausbildungssemester an besucht werden und ist auch geeignet für fortgeschrittene A&WBT.
Die vorgestellten Anamnesen werden als Aus- und Weiterbildungsanamnesen anerkannt.
Miriam Henkel
Ort: Institut, Bibliothek
Blockveranstaltung: Samstag, 16.08.2025, 10:00 – 16:30 Uhr
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) ist ein multiaxiales Diagnosesystem, welches sowohl in der psychodynamischen Forschung als auch in der psychotherapeutischen Praxis einen akzeptierten Standard darstellt. Die OPD beschreibt psychische Erkrankungen auf vier Achsen: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen (Achse I), Beziehung (Achse II), Konflikt (Achse III) und Struktur (Achse IV). 2023 wurde eine überarbeitete Version, die OPD-3, vorgestellt. Die Überarbeitungen umfassen eine präzisere und stärker dimensional ausgerichtete Beschreibung der Achsen sowie eine stärkere Fokussierung des dynamischen Zusammenspiels der Achsen.
Im Seminar erfolgt eine Einführung in die OPD-3 mit einem Fokus auf die Achsen Beziehung, Konflikt und Struktur. Anhand von Videobeispielen von OPD-Interviewausschnitten wird das Rating exemplarisch eingeübt.
Cornelia von Wallmoden
Ort: die Treffen ab dem 28.10.2025 sind in der Bibliothek, Wilhelm-Weber-Str. 24!
Dienstags 18:00 – 19:30 Uhr
Termin: erstes Treffen 07.10.2025, weitere Termine nach Absprache
Anmeldung bei Frau von Wallmoden per Mail an wallmoden@t-online.de
Einführung in die Theorie und Praxis der psychodynamischen Diagnostik und Indikationsstellung. Berücksichtigt werden dabei das szenische Verstehen, die Analyse von Übertragungs- Gegenübertragungs- und Widerstandskonstellationen sowie die genaue Beobachtung und Interpretation des spielerischen Handelns und die Auswertung projektiver Testverfahren (Zeichentests, Erzähltests, Spieltests und Beziehungsdiagnostik).
Nach Bedarf wird eine Einführung in die standardisierte Lern- und Leistungsdiagnostik gegeben.
Literatur: D. Lehmhaus / B. Reiffen-Züger: Psychodynamische Diagnostik in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (Brandes & Apsel, 2017); F. Wienand: Projektive Diagnostik bei Kindern, Jugendlichen und Familien, Grundlagen und Praxis (Kohlhammer, 2016)
York Dennhardt
Praxis Dennhardt, Von-Ossietzky-Straße 9, 37085 Göttingen
Donnerstags 18:00 – 21:00 Uhr
Erster Termin Änderung: 06.11.2025, Termine nach Vereinbarung, vermutlich vierwöchig
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
In dem Seminar werden die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellten Anamnesen gemeinsam erörtert. Diagnosestellung, psychodynamische Schlussbildung, Herausarbeiten unterschiedlicher Krankheitsbilder vor dem Hintergrund der lebensgeschichtlichen, ätiologischen und psychischen Entwicklung. Ebenso geht es um die Bedeutung von Übertragung und Gegenübertragung als diagnostisches Moment. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer soll drei im Seminar besprochene Anamnesen schriftlich einreichen, die dritte Anamnese soll bereits in Antragsform geschrieben sein.
Literatur: Herrmann Argelander: Das Erstinterview in der Psychotherapie.
Annemarie Laimböck: Das psychoanalytische Erstgespräch. Der Antrag auf Psychotherapie, ein Leitfaden zur Berichterstellung (incl. Kinder- und Jugendlichen- und Gruppenpsychotherapie). Psychosozial, gebundene Ausgabe 03. August 2012
Anja Germeyer
Ort: Praxis A. Germeyer, Weender Str. 70, 37073 Göttingen
Dienstags 20:30 – 22:00 Uhr
Termine wöchentlich oder 14-tägig nach Absprache, zusätzliche
Blockveranstaltungen: Samstag, 21.03. sowie 18.04.2026, 09:00 – 16:30 Uhr
Anmeldung per Mail an germeyer-praxis-kjp@web.de
Für neue WBT KJP ist das Seminar verpflichtend.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird ein Jahr lang wöchentlich für eine Stunde einen Säugling beobachten. Die Beobachtungsprotokolle werden im Seminar reflektiert. Ziele sind:
In diesem Seminar steht die unmittelbare Erfahrung im Vordergrund und soll eine Basis für die analytische Arbeit sein.
Birgit Riediger, Cornelia von Wallmoden
Ort: Institut, Bibliothek
Blockveranstaltung: Samstag, 08.11.2025, 10:00 – 16:00 Uhr
_Verbindliche Anmeldung auf der Homepage
In diesem Teil des Seminars sollen die WBT zunächst in die Technik des Erstinterviews nach OPD-KJ-2 eingeführt werden. Dann sollen anhand von mitgebrachtem Material ein Fall in allen Achsen durchgeratet werden. Hierbei hoffen die Referenten auf eine rege Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Literatur: OPD-KJ-2. Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter. Hogrefe, 2016