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Den Fokus setzen

Sabine Morbitzer

        Ort: Forum der SPD

        Drei Termine Samstag, 28.10.2023, 27.01. und 20.04.2024

        09:00 - 15:30 Uhr

        _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

 

Die Anwendung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie setzt nach Faber/Haarstrick eine konfliktzentrierte Vorgehensweise voraus, so dass eine Reduktion der Komplexität mit dem Ziel der Formulierung von Teilzielen und der Fokussierung auf eine umschriebene und aktuell intrapsychische und/oder interpsychische Konfliktdynamik notwendig ist.

In dem Seminar werden wir anhand von tiefenpsychologisch fundierten Behandlungen versuchen, gemeinsam die Fokussierung der Ziele bei dem Behandlungsfall vorzunehmen. In Anlehnung an die Fokalkonferenzen von Klüwer und Lachauer werden wir zunächst erarbeiten, wie man einen Fall vorstellt, um dann mit Hilfe der Gruppe das „aktuelle Hauptproblem“ zu benennen und den Fokus zu setzen.

Das Seminar soll ein niederschwelliges Angebot sein, um zu üben, Behandlungen vorzustellen und um die Einfälle der Gruppe für das Verstehen des P. zu nutzen.

Bitte lesen Sie zur Vorbereitung auf das Seminar die u.g. Literatur, die Sie auf der Homepage finden.

Klüwer, R. (2000): Fokus - Fokaltherapie - Fokalkonferenz, Psyche, 54, 299-321

Lachauer, R. (2021): Der Fokus in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, Forum der Psychoanalyse, 4

Intersubjektivität und ihre Wurzeln in der Selbstpsychologie A + F

Thomas Ferrari

        Ort: Forum der SPD

        Blockveranstaltung Samstag, 04.05.2024, 08:30 – 16:30 Uhr

        _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

 

In diesem Seminar werden wir uns mit Entwicklungslinien beschäftigen, die uns zum Verständnis von Arbeiten intersubjektiv orientierter Psychoanalytiker/innen seit den 1990er Jahren führen können. Die Beschäftigung mit den Konzeptionen dieser Psychoanalytiker/innen (Orange, Stolorow, Atwood, Benjamin) und deren praktischer Bezug wird dann im Zentrum des Seminars stehen. Das Seminar "Intersubjektivität und ihre Wurzeln in der Selbstpsychologie" ist als Schwesterseminar zu "Relationalität in der Psychoanalyse" gedacht, allerdings ist die Teilnahme an den Seminaren unabhängig voneinander möglich.

Einführung in die Methode der Katathym imaginativen Psychotherapie (KIP) F

Arne Tiedgen

        Ort: Institut, Gruppenraum

        Blockveranstaltung Freitag,   03.05.2024, 15:00 – 20:00 Uhr

                                   und Samstag, 04.05.2024, 09:30 – 17:30 Uhr

        _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

 

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP), auch als Katathymes Bilderleben (KB) bekannt, ist eine kassenrechtlich anerkannte, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie-Methode. Hierbei werder in besonderer Weise Imaginationen genutzt, um unbewusste Motivationen, Phantasien, Konflikte und Abwehrmechanismen, Übertragungsbeziehung und Widerstände zu veranschaulichen und ihre Bearbeitung sowohl auf der Symbolebene als auch im Gespräch zu fördern. Eine psychodynamische Haltung ist dabei die Basis.

In diesem Einführungs-Seminar möchte ich einen ersten Eindruck vermitteln, wie bewegend, klärend und voller Potential dieser imaginative Zugang sein kann. Dafür arbeiten wir in der Großgruppe mit einer stillen Imagination, mit Protagonisten-Imaginationen und auch in Kleingruppen, in denen jeder Teilnehmende in die Möglichkeit haben wird, diesen Zugangsweg aus der Patientenrolle, der Therapeutenrolle und auch aus der Beobachter-Perspektive zu erfahren. Dadurch ist der Selbsterfahrungsanteil hoch und setzt für die Teilnahme eine Offenheit für Selbsterfahrung voraus.

Die Teilnahme ist auf 12 Teilnehmende in fortgeschrittener Weiterbildung begrenzt.
Bitte Malsachen, eine Yoga-Matte und ein Kissen mitbringen.

Handhabung der Liebesübertragung A + F

Andreas Dally

        Ort: neu: Forum der SPD

        Blockveranstaltung Samstag, 02.12.2023, 09:00 – 16:30 Uhr

        _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

 

Freud schrieb, dass die Handhabung der Übertragung die einzigen wirklich ernsthaften Schwierigkeiten in der Psychoanalyse aufwerfe und insbesondere die „Übertragungsliebe“ die therapeutische Arbeit in Frage stellen und verunmöglichen könne. Wie wollen diesen Schwierigkeiten nachgehen. Ausgehend vom Text Freuds werden wir verschiedene Perspektiven und behandlungstechnische Empfehlungen betrachten und an Fallbeispielen erproben und diskutieren, ob eine Unterscheidung zwischen „erotischer“ und „erotisierter“ Übertragung hilfreich sein könnte. Und wo dabei die „Gegenübertragungsliebe“ bleibt? Ein wichtiger Aspekt wird dabei die Haltung zur und der Umgang mit der Abstinenz sein. Sie können eigene Fallvignetten einbringen und lesen bitte zur Einstimmung in das Thema: S. Freud „Bemerkungen über die Übertragungsliebe“.

Sublimierung – die unterschätzte Ressource A + F

Eva Diebel-Braune, Thorben Sinning

         Ort: Institut, Bibliothek

         Dienstags, 06.02., 13.02. und 20.02.2024, 20:15 – 21:45 Uhr

         _Verbindliche Anmeldung bis zum 09.01.2024 auf der Homepage

         Max. 15 TN

 

Sublimierung - die unterschätzte Ressource

Nach einer kurzen Einführung in die ohnehin karge Theorie zum Begriff der Sublimierung wollen wir anhand von Fallvignetten - gerne auch solche der TN - Beispielen aus Kunst & Literatur und Alltagsbeobachtungen die psychodynamische Leistung dieses besonderen Abwehrmechanismus untersuchen. Auch kollektive Sublimierungen wie Kulte, Mythen und Subkulturen werden behandelt. Dabei müssen wir unseren üblicherweise pathologiezentrierten Blick erweitern und uns fragen, wie es durch Sublimierung gelingt, psychische Pathologie so zu verarbeiten, dass Stabilisierung oder gar Weiterentwicklung möglich wird und wie wir dies therapeutisch unterstützen können. Wir geben Diskussionsgrundlagen und Fragestellungen als Input. Das Seminar hat Werkstattcharakter, daher erfolgt eine Begrenzung auf 15 Teilnehmende. Voranmeldung vier Wochen im Voraus.

„Unterm Mikroskop“ – Können hochauflösende Transkripte unsere Wahrnehmung schulen? A + F

Michael B. Buchholz, Thomas Ferrari

        Ort: im Institut, Bibliothek

        Montags, 19:15 – 20:45 Uhr (geändert)

        06.11., 27.11. und 18.12.2023 (neu)

        _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

 

In seinem Konzept vom "Hören mit dem dritten Ohr" – längst ein Klassiker der psychoanalytischen Literatur – begründet der Freud-Schüler Theodor Reik das einfühlende Verstehen des Psychoanalytikers mit dem Einlassen auf einen Erfahrungsschatz jenseits der unmittelbar zugänglichen Bedeutung von Worten. Doch wie kann ein solches Hören gelernt und gelehrt werden? In den drei Terminen des Seminars werden wir den jeweils gleichen Abschnitt einer Therapiestunde in verschiedener "Auflösung" analysieren: von der Makroebene der Audioaufnahme zur Mikroebene eines hochauflösenden Transkripts. Wir werden dabei der Frage nachgehen, ob unser Hören als Quelle von Assoziationen und Einfällen im Kontakt mit unseren Patienten frei ist von (unbewussten) Wahrnehmungen und ob dieses Hören mit empirischen Mitteln geschult werden kann. Die Teilnahme am Seminar ist für A&WBT aller Ausbildungsgänge und -stufen, ebenso wie für Therapeutinnen und Therapeuten mit abgeschlossener Ausbildung möglich.

Verhaltenstherapie 1 - Grundlagen, Angst, Depression und Zwang A + F

Eric Leibing

         Ort: online per Zoom

         Mittwochs, 17:00 – 19:15 Uhr

         15.11., 29.11. und 13.12.2023

         _Verbindliche Anmeldung auf der Homepage

(K)ein Geschlecht oder viele? – Fragen zu Geschlecht und Identität A + F

Anja Germeyer

          Ort: Institut, Bibliothek

          Termin wird noch bekanntgegeben

          Verbindliche Voranmeldung per Mail an daniela.bergemann@las-institut.de_

 

Spätestens seit Judith Butlers kulturwissenschaftlichen Überlegungen zur Subjekttheorie am Beispiel der Geschlechterordnung der westlichen Moderne, die sie mit Aspekten der Psychoanalyse erweiterte, ist ihre Kritik an der als allgemeingültig vorausgesetzten Dichotomie der Geschlechter in den psychoanalytischen Theorien von Geschlechtsidentität wiederholt diskutiert und erweitert worden. Während die einen die Erweiterung gesellschaftlicher Fragestellungen zum dichotomen Verständnis von Geschlechtlichkeit als überfällig und Ausdruck individueller Möglichkeiten, Geschlecht zu leben definieren, beobachten andere diese Entwicklung eher mit Skepsis mit Blick auf jugendliche Identitätsentwicklung. Während noch diskutiert wird, ist die Auseinandersetzung damit bei den Heranwachsenden schon längst Realität in den kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxen. So fragen sich bereits 12-jährige, ob sie sich als nicht-binär, genderfluid oder trans* verstehen.

In diesem Seminar wollen wir uns anhand von Texten (bspw. von Hansbury, Hutfless, Rauchfleisch und Quindeau) mit dem aktuellen psychoanalytischen Diskurs bzgl. der Thematik auseinandersetzen.