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Krankheitslehre

*Essstörungen: Formen, Ursachen, Therapie                                                                                              A + F

Günter Reich, Antje von Boetticher, Jennifer Reinhold

        Ort: Ambulanz, Humboldtallee 38, Unterrichtsraum

        Mittwochs 18:00 – 19:30 Uhr

        Beginn: 27.04.2022

Anmeldungen per Email: Praxis.avboetticher@dont-want-spam.posteo.de

 

Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und Binge Eating Störung sowie deren atypische Formen sind weit verbreitet und oft unterdiagnostiziert. Dabei handelt es sich häufig um schwere chronifizierte psychosomatische Erkrankungen mit erheblichen körperlichen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen. Soziokulturelle, ökonomische, genetische, familiäre und psychodynamische Einflüsse spielen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung eine wesentliche Rolle. Verschiedene psychotherapeutische Ansätze (Psychodynamische Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Familien- und Paartherapie, Gruppentherapie, stationäre Therapie) haben sich in der Behandlung bewährt.

 

 

Bindungsstörungen und Bindungstraumatisierung                                                                                          A+F

Birgit Riediger

        Ort: Institut, Bibliothek

        Blockseminar: Samstag, 02.10.2021,10:00 -16:00

       Anmeldung bis 18.09.2021 auf der Homepage

 

Das Seminar lenkt den entwicklungspsychologischen und psychodynamischen Blick auf die psychosoziale Entwicklung bindungstraumatisierter Kinder und vergleicht diese mit Kindern, die zu einem späteren Zeitpunkt Traumatisierungen erlitten haben. Kinderpsychiatrische Gesichtspunkte werden ebenso einbezogen wie Aspekte der Fragmentierung von Körpererinnerungen. Hieraus werden wesentliche Behandlungsschwerpunkte abgeleitet.

 

 

Sucht und psychoanalytische Suchttheorien                                                                                              A + F

Thomas Grütering

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 16.10.2021, 9:00 – 10:30 / 11:00- 12:30

und 13:30 - 15:00 Uhr

Anmeldung bis 02.10.2021 auf der Homepage

 

Zunächst werden triebtheoretischen, Ich- und Objektpsychologischen Modellen der analytischen Suchttheorie vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Unter Einbeziehung von Fallvignetten (Bitte bringen Sie ihre Erfahrungen mit Patienten mit!) soll es dann um Behandlungskonzepte und -erfahrungen der Sucht gehen.

In einer weiteren Einheit werden medizinische und pharmakologische Aspekte der Behandlung substanzgebundener Süchte besprochen (u.a. Delir, Alkoholhalluzinose, Korsakow-Syndrom). Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen und möglicher Komplikationen werden erörtert. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird gebeten, vor Seminarbeginn ein Handout und ein Kurzreferat (5-10 min) vorzubereiten (dafür werden 2 h angerechnet) und jeweils ein relevantes Suchtmittel / eine Substanzgruppe den anderen Seminarteilnehmern vorzustellen (Alkohol, Hasch, Heroin, Kokain, Amphetamine incl. MDMA, s.g. Pilze.., LSD; mit den jeweiligen Wirkungen, Nebenwirkungen, Abhängigkeitspotentialen und Entzugssyndromen).

Bitte kontaktieren Sie mich zur Themeneinteilung unter: praxis.dr.gruetering@dont-want-spam.freenet.de

 

 

Psychiatrie, Psychopathologie, Psychopharmakologie                                                                                              A + F

Fritz Boencke

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 20.11.2021, 9:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung bis 01.11.2021 auf der Homepage

 

Das Seminar soll einen Einblick geben in die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder und Behandlungsstrategien. Es soll die Erhebung eines psychischen Befundes unter psychiatrischen Gesichtspunkten unter Einbeziehung von Patientenvorstellungen geübt werden. Indikationen, Wirkweisen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka werden erläutert. Weiteres Augenmerk gilt der Unterscheidung von Patienten, die Sie vielleicht in Ihrer Praxis aufsuchen werden und die eventuell eher eine psychiatrische und weniger eine psychoanalytische Behandlung oder eine zusätzliche Medikation benötigen.

 

 

Adoleszentenkrise, Borderlinepersönlichkeitsentwicklungsstörung und PTBS

Birgit Riediger                                                                                               A + F

        Ort: Institut, Bibliothek

        Blockseminar: Samstag, 27.11.2021, 10.00 – 16.30 Uhr

        Anmeldung bis zum 13.11.2021 auf der Homepage

 

In diesem Seminar sollen Überschneidungen, Unterschiede und Ähnlichkeiten der verschiedenen Störungen herausgearbeitet werden, wobei das Seminar einem besseren klinischen und psychodynamischen Verständnis dienen soll. In diesem Zusammenhang werden Interventionstechniken bei Jugendlichen mit strukturellen Störungen anhand typischer Situationen im klinischen und ambulanten Rahmen erarbeitet. Umgang mit agierten Widerständen und Spannungsregulationsstörungen, wie z.B. selbstverletzendem Verhalten, sowie Besonderheiten beim Paktgespräch, Formulierungen von Struktur- und Konfliktfoki werden thematisiert.

 

 

Autismus aus kinderpsychiatrischer und psychodynamischer Sicht                                                                                              A + F

Birgit Riediger

          Ort: Institut, Bibliothek

          Blockveranstaltung: Samstag, 29.01.2022,10.00 - 16.00 Uhr

          Anmeldung bis 15.01.2022 auf der Homepage

 

Das Seminar stellt den Bereich der Autismusspektrumstörungen aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht vor. Hierbei soll es darum gehen, zunächst die Symptomatik im Längsschnitt der kindlichen Entwicklung zu verstehen und zugleich die Besonderheiten der Reizwahrnehmung und -verarbeitung kennen und einordnen zu lernen. In der Interaktion zwischen den Kindern und ihren Bindungspersonen und generell im sozialen Umfeld kann es zu match-missmatch-Situationen kommen, die zu Verhaltens- und Bindungsstörungen beim autistischen Kind führen können und die Problematik befördern. Es werden Interaktionssequenzen anhand von Fallvignetten beschrieben und versucht ein Verständnis für Eltern und Kinder gleichermaßen zu entwickeln.

 

 

Hysterie und histrionische Persönlichkeitsstörung                                                                                              A + F

Thomas Grütering, Kirsten Lampe

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 19.02.2022, 9:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung bis 05.02.2022 auf der Homepage

 

Die Hysterie stand am Anfang der Entwicklung der Psychoanalyse. Ausgehend von dem, was die Hysterie Freud lehrte, wollen wir uns mit verschiedenen Konzepten zu diesem schillernden und nur schwer fassbaren Erscheinungsbild psychischen Erlebens und Reagierens beschäftigen und dabei auch besondere Eigenarten der Konzeptbildungen, insbesondere männliche und weibliche Betrachtungsweisen diskutieren. Ferner wollen wir Kernpunkte zum Verständnis der Psychodynamik und Besonderheiten der Therapie hysterischer Inszenierungen und histrionischer Persönlichkeitsstörungen mit Ihnen herausarbeiten und untersuchen. Bitte bringen Sie Fallvignetten mit – auch oder gerade, wenn Sie nicht sicher sind, inwieweit es sich um eine Hysterie oder Störung mit hysterischen Anteilen handelt!

 

 

Soziale Phobien                                                                                              A + F

Erdem Anvari, Stefan Buse

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 26.02.2022, 9:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung bis 12.02.2022 auf der Homepage

 

Die soziale Phobie ist eine weit verbreitete Störung (unterschiedliche Studien verweisen auf eine Lebenszeitprävalenz von ca. 3 bis zu 10%), die häufig verschwiegen bzw. von Ärzten und Therapeuten verkannt und übersehen wird. Häufig nimmt sie ihren Anfang bereits im Jugendalter. Im Mittelpunkt des bewussten bzw. unbewussten Erlebens steht eine Beschämungsangst. Ein Spektrum von milden Peinlichkeitsgefühlen über Ängste mit ausgeprägterem Vermeidungsverhalten bis hin zu spezifischen persönlichkeitsimmanten Veränderungen (selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung) kann beschrieben werden. Wir möchten im Rahmen dieses Seminars psychodynamische Zusammenhänge, klinische Phänomenologie, therapeutische Überlegungen und Anwendungen darstellen und Therapieansätze gemeinsam erarbeiten.

 

 

Hungern, um zu leben? Psychodynamische Sichtweise auf die Anorexie                                                                                              A + F

Antje von Boetticher

        Ort: Institut, Bibliothek

        Blockveranstaltung, Samstag, 18.06.2022, 9:30 – 15:00 Uhr

        Anmeldung bis 04.06.2022 auf der Homepage

        Maximale Teilnehmerzahl: 20

 

Anorexie ist eine sehr schwere, psychosomatische Erkrankung, die die Erkrankten wie deren Umfeld vor große Herausforderungen stellt. Ein umfassendes, psychodynamisches Konzept der Anorexie versucht der sich oft rasant entwickelnden Eigendynamik gerecht zu werden. Besonderheiten in der Behandlungstechnik sowie eine Reflektion der oftmals heftigen Gegenübertragungsgefühle werden Themen sein.

Gerne möchte ich die theoretischen Gesichtspunkte mit der Praxis verbinden und lade Sie ein, einen Fall einzubringen (Werkstattcharakter). Setzen Sie sich dafür gerne mit mir in Verbindung: praxis.avboetticher@posteo.de

 

 

Arbeitsstörungen                                                                                              A + F

Günter Reich

        Ort: Unterrichtsraum Humboldtallee 38

        Blockveranstaltung, Samstag, 25.06.2022, 9:00 – 12:30 Uhr

Anmeldung bis 11.06.2022 auf der Homepage

 

Arbeitsstörungen spielen bei vielen psychischen Störungen eine wesentliche Rolle und werden in der Diagnostik, auch in Behandlungen, oft übersehen. Dabei ist das Verhältnis zur Arbeit ein zentrales Merkmal der Persönlichkeit, das sich auch in anderen Lebensbereichen manifestiert. Formen von Arbeitsstörungen sowie Ansätze zu deren Behandlung werden vorgestellt.

 

 

Zwangsstörungen bei Kindern und Jugendlichen                                                                                          A+F

Katharina Faulstich, Anke Wulf

        Ort: Institut, Bibliothek

        Blockveranstaltung, Samstag, 07.05.2022, 9:00 – 12:30 Uhr

          Anmeldung bis zum 23.04.2022 auf der Homepage

 

Wir beschäftigen uns zunächst mit der Deskription von Zwangsgedanken, Zwangsimpulsen und Zwangshandlungen von Kindern- und Jugendlichen und deren Einordnung im ICD-10.

Im Weiteren möchten wir den Blick auf psychodynamische Zusammenhänge wenden: dabei sollen trieb-, selbst- und objektbeziehungstheoretische Sichtweisen einfließen. Diese sollen schließlich anhand von Fallbeispielen angewendet und diskutiert werde.

 

 

Psychosomatische Erkrankungen                                                                                              A + F

Stefan Buse, Thomas Grütering

        Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 09.07.2022, 9:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung bis 25.06.2022 auf der Homepage

 

Ausgehend von den frühen psychosomatischen Konzepten in der psychoanalytischen Krankheitslehre zeigen wir die Entwicklung bis zu den heutigen modernen Krankheitsmodellen auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den gegenwärtigen, mittlerweile sehr differenzierten psychosomatischen Krankheitskonzepten, wie zum Beispiel den somatoformen Störungen, Somatisierungsstörungen, der beeinträchtigten Krankheitsverarbeitung (Coping) und den psychischen Belastungen durch körperliche Erkrankungen (somatopsychische Erkrankungen).

Ein weiterer Teil wird die Beschäftigung mit der Alexithymie und der häufig spezifischen Übertragung und Gegenübertragung bei psychosomatischen Erkrankten sein. In diesem Zusammenhang wollen wir auch auf die Zusammenarbeit mit organmedizinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten eingehen. Anhand von Fallvignetten aus der psychotherapeutischen Praxis werden wir schließlich die Anwendung der verschiedenen Konzepte ausführlich vertiefen.