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Ausgewählte Themen

Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker berichten aus ihren Behandlungen

Moderation Sabine Stein

Ort: Institut, Bibliothek

Dienstags, 20:15 - 21.45 Uhr

 

Diesmal wird zu den jeweiligen Terminen für die Vorträge erst ca. drei Wochen vorher eingeladen, da die pandemische Lage im kommenden Studienjahr schwer einzuschätzen ist. Alle Referentinnen und Referenten sind sich einig, dass diese Reihe nicht online stattfinden soll, weil hier der persönliche Austausch besonders wichtig ist. Die Teilnehmerzahl wird auf 20 Personen begrenzt sein.

 

In dieser Vortragsreihe stellen erfahrene Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker eine ihrer Behandlungen vor und geben so einen Einblick in ihre persönliche Arbeitsweise. Dabei können unterschiedliche Therapieverfahren und Settings wie KZT, LZT, analytische und tiefen-psychologisch fundierte Einzelpsychotherapien, Kinder- und Jugendlichen-behandlungen oder Gruppenpsychotherapien vorgestellt werden. Wir hoffen, mit allen Interessierten darüber in einen Austausch zu kommen.

Eingeladen sind alle Mitglieder, Aus- und Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer unseres Instituts.

 

 

 

Behandlung von Geflüchteten        A + F

Akram Abutalebi, Dagmar Bielstein

        Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag,04.12.2021, 9:00 – 15:00 Uhr

Anmeldung bis 20.11.2021 auf der Homepage

 

Erfahrungen und Nachwirkungen von Gewalt – in der Gesellschaft und in Familien – spielen in unseren Behandlungen nicht nur bei Geflüchteten eine wichtige Rolle. Wir werden uns in diesem Seminar daher zunächst mit dem Traumabegriff in der Psychoanalyse beschäftigen.

 

Patienten und Patientinnen, die geflüchtet sind, bringen oft traumatisierende Erfahrungen mit, die uns vor besondere Herausforderungen stellen. Darüber wollen wir mit Ihnen genauer sprechen. Da wir auch mit der Anwesenheit von Dolmetschern konfrontiert sein können, möchten wir uns dieser Situation anhand von Rollenspielen annähern.

 

Die Literatur finden Sie auf der Homepage – wir bitten Sie, die beiden Artikel vor dem Seminar zu lesen.

 

Bohleber, W. (2000) Die Entwicklung der Traumatheorie in der Psychoanalyse (Psyche 9/10 2000)

 

Cunovic, Z. (2019) Analytische Therapie als „Übergangsraum“ in der Behandlung von Geflüchteten, in R. Haubl, H-J. Wirth (Hrsg.), Grenzerfahrungen, Psychosozial-Verlag

 

 

 

Der wütende Charakter

Psychodynamische Betrachtungen zum Rechtspopulismus                                                                                              A + F

Klaus Ritter

Ort: Institut, Bibliothek

        Blockveranstaltung, Samstag, 22.01.2022, 10:00 – 17:30 Uhr

        Anmeldung bis zum 08.01.2022 auf der Homepage

 

Rechtspopulistische und rechtsextreme Anschauungen sind in der gesellschaftlichen Mitte salonfähig geworden. Der Rechtspopulismus mobilisiert soziale Ängste, Enttäuschungen und Erfahrungen der Ohnmacht. In diesem Seminar soll herausgearbeitet werden, wie Einstellungen des Rassismus, des Antisemitismus, des Sexismus, der Verschwörung und des autoritären Denkens in der Persönlichkeitsstruktur verankert sind und als affektive Dimension eines komplexen und als bedrohlich erlebten gesellschaftlichen Wandels wirken. Wir werden uns mit Affekten der Wut, Verbitterung, des paranoiden Erlebens und des Vorurteils beschäftigen. Dazu werden sozialpsychologische und psychoanalytische Theorieansätze herangezogen und im Seminar mittels Kleingruppenarbeit vertieft. Hinweise zur Literatur zur Vorbereitung des Seminars gibt es unter: www.ritter-gerstner.de/lasi

 

 

 

(K)ein Geschlecht oder viele? – Fragen zu Geschlecht und Identität                                                                                              A + F

Anja Germeyer

        Ort: Institut, Bibliothek

        Blockseminar Samstag, 14.05.2022, 9:30 – 15:30 Uhr

        Anmeldung bis zum 30.04.2022 auf der Homepage

 

Spätestens seit Judith Butlers kulturwissenschaftlichen Überlegungen zur Subjekttheorie am Beispiel der Geschlechterordnung der westlichen Moderne, die sie mit Aspekten der Psychoanalyse erweiterte, ist ihre Kritik an der als allgemeingültig vorausgesetzten Dichotomie der Geschlechter in den psychoanalytischen Theorien von Geschlechtsidentität wiederholt diskutiert und erweitert worden. Während die einen die Erweiterung gesellschaftlicher Fragestellungen zum dichotomen Verständnis von Geschlechtlichkeit als überfällig und Ausdruck individueller Möglichkeiten, Geschlecht zu leben definieren, beobachten andere diese Entwicklung eher mit Skepsis mit Blick auf jugendliche Identitätsentwicklung. Während noch diskutiert wird, ist die Auseinandersetzung damit bei den Heranwachsenden schon längst Realität in den kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxen.So fragen sich bereits 12-jährige, ob sie sich als nicht-binär, genderfluid oder trans* verstehen.

In diesem Seminar wollen wir uns anhand von Texten (bspw. von Hansbury, Hutfless, Rauchfleisch und Quindeau) mit dem aktuellen psychoanalytischen Diskurs bzgl. der Thematik auseinandersetzen.

 

 

 

Die Bedeutung ödipaler Dreieckskonstellation vor dem Hintergrund

präödipaler Störungen                                                                                                A + F

Gisela Thöne

          Ort: EB

          Dienstags, 20:15 – 21:45 Uhr

          17., 24., 31. Mai 2022

         Anmeldungen bis zum 03.05.2021 auf der Homepage

 

Die ödipale Phase der Triebentwicklung ist universell durch Konflikthaftigkeit gekennzeichnet. Das Kleinkind muss psychische Lösungen für den Verzicht auf die inzestuösen Wünsche finden, Ich-Fähigkeiten entwickeln, um Dreieckssituationen und Ambivalenz gegenüber geliebten Objekten zu integrieren und eine erste Geschlechtsidentität zu entwickeln. Wie werden diese Entwicklungsaufgaben bewältigt, wenn präödipale Abwehr- und Ich- Strukturen nicht aufgegeben werden können? Die biografischen Voraussetzungen für Unterschiede zwischen einer „reifen“ und einer „strategischen“ ödipalen Konfliktlösung (Christa Rohde-Dachser) sollen theoretisch verstanden und anhand von Fallbespielen aus Kindertherapien verdeutlicht werden.