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Grundlagen

 

  • Selbstpsychologie                                                                                                          A + F

Ulrike Mälzig

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 26.10.2019, 09:00 – 12:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 12.10.2019 auf der Homepage

 

Die Selbstpsychologie wurde als Weiterführung der Psychoanalyse Freuds in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Heinz Kohut begründet.

Grundlegend neu war darin der Ausgangspunkt von einem Bedürfnis des Menschen nach Beziehung von Geburt an. Das "Selbst" des Menschen, wie es sich von seinen Ursprüngen her im Austausch mit den frühen Bezugspersonen entwickelt, steht im Mittelpunkt des selbstpsychologischen Interesses und der selbstpsychologisch-psychoanalytischen Arbeit.

Im Seminar wollen wir uns anhand einzelner Theorien von den Anfängen bei Kohut und den Wurzeln bei Winnicott über die relationale Wende bis zur Intersubjektivitätstheorie, die wesentlich von selbstpsychologisch orientierten Analytikern entwickelt worden ist, sowohl auf theoretischer als auch praktischer, das heißt patienten- und therapiebezogener Ebene gemeinsam einen Überblick erarbeiten.

Literatur:

Wolfgang Mertens: Psychoanalytische Schulen im Gespräch / Psychoanalytische Schulen im Gespräch, Band 2: Selbstpsychologie, Post-Selbstpsychologie, relationale und intersubjektive Kritik (2011)

 

 

 

  • Bindungstheorie                                                                                                              A + F

Thomas Ferrari

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 09.11.2019, 9:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 26.10.2019 auf der Homepage

 

Nach der Veröffentlichung seines Aufsatzes Psychoanalytic Study of the Child Anfang der sechziger Jahre begann für John Bowlby eine zunächst unversöhnlich geführte Auseinandersetzung um die Bedeutung der von ihm in den folgenden Jahren immer weiter ausgearbeiteten Bindungstheorie. Sicher dazu beigetragen hat der Umstand, dass Bowlby von Beginn an seine Beiträge als Kritik an Grundprinzipien Freudscher Theorie verstanden hat. Heute wird Bowlby zu den wichtigsten relationalen Psychoanalytikern gezählt, dessen Verdienst es ist, in bestechender Klarheit und fundiert durch empirische Forschung herausgearbeitet zu haben, dass „intime Bindungen an andere menschliche Wesen der Angelpunkt sind, um den sich das Leben eines Menschen dreht“.

In diesem Seminar werden wir uns mit theoretischen und diagnostischen Grundlagen der Bindungstheorie beschäftigen und Fragen nach behandlungspraktischer und diagnostischer Relevanz der Bindungstheorie für psychodynamische Psychotherapien nachgehen.

 

 

 

  • Entwicklungspsychologie I                                                                                          A + F

Anja Germeyer, Birgit Riediger

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag 23.11.2019, 9:30 -16:30 Uhr

Verbindliche Anmeldung bis 09.11.2019 auf der Homepage

 

Wir bearbeiten unterschiedliche psychodynamische und aus der Säuglingsforschung und
-beobachtung entwickelte Theorienbildungen zum frühen Säuglings- und Kleinkindalter und zur frühen Kindheit. Hierzu zählen Anna Freud, Melanie Klein, Donald Winnicott und Margaret Mahler.

 

 

 

  • Triebtheorie                                                                                                                       A + F

Andra Habermann, Achim Kraul

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 11.01.2020, 9:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 28.12.2019 auf der Homepage

 

Im Seminar wollen wir uns nach einem einführenden Überblick mit einigen kurzen Textbeispielen aus der Gründungsphase der PA beschäftigen (Freud, Groddeck, Fenichel). Anschließend wollen wir uns mit einem neueren Text vom leider bereits 2014 verstorbenen Psychoanalytiker Müller-Pozzi (Eine Triebtheorie für unsere Zeit, 2007) auseinandersetzen, um den aktuellen Stellenwert von triebtheoretischen Modellen in der heterogenen Theorienwelt der Psychoanalyse zu diskutieren.

Lektüre, die vor dem Seminar gelesen werden sollte, werden wir gesondert mitteilen. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an das Blockseminar noch 2-4 Abendtermine zu vereinbaren, bei denen richtungsweisende Texte zur Triebtheorie in Referatform vorgestellt und besprochen werden können.

 

 

 

  • Spezielles Angebot: J. Lacan: „Das Seminar, Buch X: Die Angst“                   A + F

Manfred Klemann

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 25.04.2020, 9:30 – 18:00 Uhr

Verbindliche Anmeldung bis 11.04.2020 auf der Homepage

 

Das Phänomen „Angst“ hat in den letzten Jahren eine große Zunahme an Aufmerksamkeit erfahren, was sogar zur Kreation eines eigenen Krankheitsbildes der sog. „Angst-/Panikstörung“ geführt hat. Was ist davon klinisch aus der Sicht der Psychoanalyse zu halten? Lacan hat da ganz eigene Vorstellungen entwickelt, die letztlich an Freuds „erste“ und „zweite“ Angsttheorie anknüpfen. In diesem Seminar wird es darum gehen, zwischen Angst als Symptom im Rahmen eines Syndroms und der Angst als Ausdruck einer ontologischen Subjektposition zu unterscheiden lernen.

[Grundlagenliteratur: Freud, S: Hemmung, Symptom und Angst. In: Studienausgabe. Bd. VI S. Fischer]

(Besonders geeignet für WBT, die sich bereits mit einigen Grundkonzepten Lacans vertraut gemacht haben.)

 

 

 

  • Entwicklungspsychologie II                                                                                         A + F

Anja Germeyer, Birgit Riediger

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag 09.05.2020, 9:30 - 16:30 Uhr

Verbindliche Anmeldung bis 25.04.2020 auf der Homepage

 

Das Seminar beschäftigt sich mit den aus Kleinkind- und Säuglingsbeobachtung stammenden Erkenntnissen und daraus resultierenden Theorienbildungen: hier werden bindungstheoretische Aspekte (Bowlby u. Ainsworth) bearbeitet, aber auch solche aus der Säuglingsbeobachtung wie Dornes, Gergeley und Whatson. Zudem wird ein Einblick in die Affektregulationstheorie von Schore gegeben.

 

 

 

  • Frühkindliche Entwicklung und der Beginn des symbolischen Denkens      A + F

Anja Germeyer

Ort: Institut, Gruppenraum

Dienstags, 10., 24.03.; 28.04.; 12.05.2020, 20:15 – 21:45 Uhr

Verbindliche Anmeldung bis 25.02.2020 auf der Homepage

 

„Stünde ein Kind nicht in Beziehung zu anderen Menschen, würde es nicht zum Denken kommen“

Zwei Jahre alte Kinder sind bereits im Denken weit fortgeschritten und sind fähig, über Dinge nachzudenken und zu phantasieren – und haben damit die mentalen Fähigkeiten nichtmenschlicher Wesen weit hinter sich gelassen. Wie wird der Mensch im Säuglingsalter fähig zu denken? Dieser Frage geht Peter Hobson, engl. Psychoanalytiker und Psychiater, nach. Er erläutert diese Entwicklung, indem er den Fokus darauf richtet, was das Denken erst möglich macht: Denken wird erst möglich, durch das, was vor dem Denken geschieht – durch kleinste Veränderungen in emotionalen Interaktionen und Beziehungen zwischen Individuen. Hierfür erläutert Hobson, wie sich das menschliche Denkvermögen in den sozialen und emotionalen Beziehungen der ersten 18 Lebensmonate entwickelt. Er vergleicht diese Entwicklung mit Kindern, denen es nur eingeschränkt gelingt, mit Anderen in Kontakt zu treten, wie z.B. Kindern, die an frühkindlichem Autismus leiden. Wir werden uns in diesem Seminar mit der Theorie Hobsons vertraut machen und diese diskutieren.

 

 

 

  • Ich-Psychologie                                                                                                               A + F

Günter Reich

Ort: Unterrichtsraum Humboldtallee 38 bzw. Waldweg 35 (je nach Anmeldungsstand, wird vor der Veranstaltung bekannt gegeben)

Blockveranstaltung, Samstag, 16.05.2020, 9:00 – 12:30 Uhr

Zwei weitere Termine am Dienstag, den 26.05.; 09.06.2020, jeweils um 20:15 Uhr!

Verbindliche Voranmeldung bis 02.05.2020 auf der Homepage

 

Die Ich-Psychologie liefert einen wesentlichen Beitrag zur Psychoanalytischen Theorie, ihren zentralen psychodynamischen Krankheitskonzepten sowie der Behandlungspraxis. Hierzu gehören u. a. die Abwehrmechanismen. Das in der Ich-Psychologie entwickelte Verständnis der Ich-Funktionen trägt einen wesentlichen Beitrag zur Erfassung des Strukturniveaus nach OPD bei. Auf der Ich-Psychologie basierende Interventionsstrategien und
-techniken fließen in verschiedene psychodynamische Ansätze zu Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen ein (z. B. Strukturbezogene Therapie, Psychoanalytisch-interaktionelle Therapie, Mentalisierungsbasierte Therapie, Übertragungsfokussierte Therapie...).

 

 

 

  • Psychoanalytische Kultur- und Sozialtheorie                                                         A + F

Andra Habermann, Achim Kraul

Ort: Institut, Bibliothek

Blockveranstaltung, Samstag, 06.06.2020, 9:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 23.05.2020 auf der Homepage

 

Zwei wesentliche Texte von Freud (Die Zukunft einer Illusion, 1927 / Massenpsychologie und Ich-Analyse, 1921), die als Ausgangspunkt für alle späteren sozial- und kulturtheoretischen Überlegungen in (und „außerhalb“) der Psychoanalyse gedient haben, sollen zum Auftakt des Seminars diskutiert werden. Anschließend werden spätere, auch aktuelle Entwürfe von Psychoanalytikern und Psychoanalytikerinnen zu sozialen und kulturellen Phänomenen betrachtet. Gegenwärtige Debatten sind davon geprägt, dass psychoanalytische Beiträge zu Gesellschaft und Kultur einerseits viel weniger häufig „diskursrelevant“ werden, andererseits bringen gerade auch „Nicht-Psychoanalytiker“ psychoanalytische Denkmuster und Modelle in diese Debatten ein. Wir wollen diskutieren, warum das so ist und ob die PA heute bzw. in Zukunft noch oder wieder relevante Beiträge zu gesellschaftlich-kulturellen Fragen und Problemen liefern kann.

Weitere Literatur zum Seminar wird später noch gesondert vorgeschlagen.