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Blockseminare - Krankheitslehre

Psychosomatische Erkrankungen                                                                        A + F

Stefan Buse, Thomas Grütering

Blockveranstaltung, Samstag, 27.10.2018, 09:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 12.10.2018 auf der Homepage

 

Ausgehend von den frühen psychosomatischen Konzepten in der psychoanalytischen Krankheitslehre zeigen wir die Entwicklung bis zu den heutigen modernen Krankheitsmodellen auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den gegenwärtigen, mittlerweile sehr differenzierten psychosomatischen Krankheitskonzepten, wie zum Beispiel den somatoformen Störungen, begleitenden Somatisierungen, der beeinträchtigten Krankheitsverarbeitung (Coping) und den psychischen Belastungen durch körperliche Erkrankungen (somatopsychische Erkrankungen).

Ein weiterer Teil wird die Beschäftigung mit der häufig spezifischen Übertragung und Gegenübertragung bei psychosomatischen Erkrankten sein. In diesem Zusammenhang wollen wir auch auf die Zusammenarbeit mit organmedizinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten eingehen. Anhand von Fallvignetten aus der psychotherapeutischen Praxis werden wir schließlich die Anwendung der verschiedenen Konzepte ausführlich vertiefen.

 

 

Persönlichkeitsstörungen                                                                                        A + F

Erdem Anvari, Katharina Röbbert

Blockveranstaltung, Samstag, 08.12.2018, 09:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 23.11.2018 auf der Homepage

 

Persönlichkeitsstörungen sind insbesondere als Störungen des sozialen Miteinanders zu verstehen. Dies bedeutet in der Folge, sowohl für Interaktionspartner und früher oder später auch für die Betroffenen selbst, große Leiderfahrung. Es wird angenommen, dass bis zu 10% der Allgemeinbevölkerung von einer Persönlichkeitsstörung betroffen sind. Viele Therapeuten erleben die Arbeit mit solchen Patienten als überaus belastend und schwierig. Wir möchten uns im Seminar mit der diagnostischen Erfassung einzelner Störungsbilder wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung und der narzisstischen Störung befassen und sie uns mithilfe psychodynamischen Verständnisses aus Sicht der Objektbeziehungstheorie, der Ich-Psychologie und der Selbstpsychologie verständlich machen. Dies wird uns ermöglichen, sie auch hinsichtlich der Beziehungsstörungen und den Besonderheiten der Interaktion besser zu verstehen. Folglich wird ein weiteres Augenmerk auf behandlungstechnischen Schwierigkeiten liegen, die diese Patienten für die therapeutische Beziehung bedeuten.

 

 

Soziale Phobien                                                                                                          A + F

Erdem Anvari, Stefan Buse

Blockveranstaltung, Samstag, 16.02.2019, 09:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 01.02.2019 auf der Homepage

 

Die soziale Phobie ist eine weit verbreitete Störung (unterschiedliche Studien verweisen auf eine Lebenszeitprävalenz von ca. 3 bis zu 10%), die häufig verschwiegen bzw. von Ärzten und Therapeuten verkannt und übersehen wird. Häufig nimmt sie ihren Anfang bereits im Jugendalter. Im Mittelpunkt des bewussten bzw. unbewussten Erlebens steht eine Beschämungsangst. Ein Spektrum von milden Peinlichkeitsgefühlen über Ängste mit ausgeprägterem Vermeidungsverhalten bis hin zu spezifischen persönlichkeitsimmanten Veränderungen (selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung) kann beschrieben werden. Wir möchten im Rahmen dieses Seminars psychodynamische Zusammenhänge, klinische Phänomenologie, therapeutische Überlegungen und Anwendungen darstellen und Therapieansätze gemeinsam erarbeiten.

 

 

Hysterie und histrionische Persönlichkeitsstörungen                                    A + F

Thomas Grütering, Kirsten Lampe

Blockveranstaltung, Samstag, 30.03.2019, 09:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 15.03.2019 auf der Homepage

 

Die Hysterie stand am Anfang der Entwicklung der Psychoanalyse. Ausgehend von dem, was die Hysterie Freud lehrte, wollen wir uns mit verschiedenen Konzepten zu diesem schillernden und nur schwer fassbaren Erscheinungsbild psychischen Erlebens und Reagierens beschäftigen und dabei auch besondere Eigenarten der Konzeptbildungen, insbesondere männliche und weibliche Betrachtungsweisen diskutieren. Ferner wollen wir Kernpunkte zum Verständnis der Psychodynamik und Besonderheiten der Therapie hysterischer Inszenierungen und histrionischer Persönlichkeitsstörungen mit Ihnen herausarbeiten und untersuchen. Bitte bringen Sie Fallvignetten mit - auch oder gerade, wenn Sie nicht sicher sind, inwieweit es sich um eine Hysterie oder Störung mit hysterischen Anteilen handelt!

 

Süchtiges Verhalten – psychoanalytische Suchttheorien                              A + F

Andreas Dally

Blockveranstaltung, Samstag, 04.05.2019, 09:00 – 16:30 Uhr

Verbindliche Voranmeldung bis 20.04.2019 auf der Homepage

 

Im Seminar werden wir uns mit süchtigem Verhalten – stoffgebundenen Süchten, aber auch nicht-stoffgebundenen Süchten, insbesondere der süchtigen Nutzung von Medien – beschäftigen. Neben der diagnostischen Einschätzung und dem Verlauf werden wir uns mit den psychoanalytischen Suchttheorien befassen und wie sie in den unterschiedlichen Behandlungssituationen angewendet werden. Schließlich werden wir gemeinsam überlegen, was zu bedenken ist, wenn man einen Patienten mit süchtigem Verhalten psychotherapeutisch behandeln möchte.

 

 

"Ich kann das alles nicht verdauen, ich find's zum Kotzen":

Einführung in das Krankheitsbild "Bulimia nervosa" sowie deren Behandlung

Antje von Boetticher                                                                                                     A + F

Blockveranstaltung, Samstag, 18.05.2019, 09:00 – 14:30 Uhr

(09:00-10:30 Uhr, 11:00-12:30 Uhr und 13:00-14:30 Uhr)

Verbindliche Voranmeldung bis 04.05.2019 im Sekretariat

 

Essstörungen sind schwere psychosomatische Erkrankungen, die i.d.R. einer störungsorientierten Behandlung bedürfen. Die Besonderheiten der Psychodynamik dieser Erkrankungen, die Probleme in der Entwicklung eines Arbeitsbündnisses und der Übertragungs-Gegenübertragungsdynamik sowie behandlungstechnische Besonderheiten werden dargestellt und diskutiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Betrachtung der Bulimie. Eigene Behandlungsfälle können gerne eingebracht werden, nehmen Sie hierzu gerne Kontakt zu mir auf.

 

Literatur: Reich G, von Boetticher A (2017). Hungern, um zu leben - die Paradoxie der Magersucht. Gießen: Psychosozial Verlag.

Reich G u. Cierpka M (Hrsg.) (2010). Psychotherapie der Ess-Störungen. 3. völlig überarbeitete Aufl., Stuttgart: Thieme.

Reich G (2003). Familientherapie der Essstörungen. Göttingen: Hogrefe.