Das
Lou Andreas-Salomé Institut für Psychoanalyse und
Psychotherapie existiert seit 1954 und gehört zu den
größten der insgesamt 53 psychoanalytischen Institute
der Bundesrepublik Deutschland. Mit 84 Ausbildungsteilnehmern
und 59 Dozenten bietet es eine äußerst attraktive Relation
von Studenten zu Dozenten, wodurch eine dichte und persönliche
Betreuung der Ausbildungsteilnehmer gewährleistet ist. Das Institut ist der Hauptträger des Ausbildungszentrums
für Psychotherapie und Psychoanalyse Göttingen, das
aus der Zusammenarbeit des Instituts mit der Psychiatrischen Universitätsklinik
und dem Krankenhaus Tiefenbrunn hervorgegangen ist. Leiter des
Instituts in der Vergangenheit waren Gottfried Kühnel, Rudolf Adam, Annelise Heigl-Evers, Franz Heigl und
Karl König. Sein gegenwärtiger Vorsitzender ist Reinhard
Kreische, niedergelassener Psychoanalytiker und Privatdozent an
der Universität Göttingen.
Seit der Gründung im Jahr 1954 gab es einen regen wissenschaftlichen Austausch zwischen
dem Göttinger Institut und universitären Einrichtungen,
der in zahlreichen Publikationen zum Ausdruck kam. Ehemalige Mitglieder
des Instituts haben leitende Funktionen an verschiedenen deutschen
Universitäten oder an psychotherapeutischen Versorgungseinrichtungen
übernommen. Zu ihnen gehörten oder gehören die
Professoren Rudolf Adam, Michael B. Buchholz, Hannes Friedrich,
Theodor F. Hau, Annelise Heigl-Evers, Franz Heigl, Karl König,
Falk Leichsenring, Hanscarl Leuner, Wulf-Volker Lindner, Hans
Quint, Ulrich Rüger, Ulrich Sachsse, Henning Schauenburg,
Werner Schwidder, Eckhard Sperling, Hermann Staats, Ulrich Streeck,
Wolfgang Zander und Johann Zauner sowie die Ärzte Jürgen
Münch, Heinz Neun, Gerhard Reister und Michael Winkler.
Gegründet
wurde das Institut 1954 von Gottfried Kühnel, damals Leiter
des Krankenhauses Tiefenbrunn, seinem Oberarzt Werner Schwidder
und von Franz Heigl, der damals als Psychoanalytiker in freier
Praxis in Göttingen arbeitete und nach Schwidder die Leitung
der Tiefenbrunner Klinik übernahm. Außerdem von Elli
Achelis, niedergelassen in Göttingen. Margarete Seiff aus
Berlin, später Bonn, gehörte ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern
und reiste in den Pionierjahren einmal monatlich zu ihrer Lehr-
und Kontrollanalytikertätigkeit an. Zu den ersten Examenskandidaten
gehörte die prominente Psychoanalytikerin Melitta Mitscherlich.
Am Göttinger
Institut für Psychoanalyse werden ärztliche und psychologische
Psychoanalytiker und Psychotherapeuten, außerdem analytische
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausgebildet. In einer
informatorischen Fortbildung werden darüber hinaus psychoanalytische
Grundkenntnisse an interessierte Akademiker anderer Vorberufe
vermittelt. Studierende der Universität können an bestimmten
Angeboten des Instituts kostenfrei teilnehmen.
Göttinger
Institutsmitglieder waren mitbeteiligt an der Verbreitung der
Psychoanalyse in Deutschland und an der Gründung zahlreicher
psychoanalytischer und psychotherapeutischer Weiterbildungseinrichtungen,
z.B. in Freiburg, Hannover, Köln, Bad Berleburg, Düsseldorf,
Hamburg und Kassel. Die Mitglieder des Instituts sind in Institutionen
oder in freier Praxis beteiligt an der psychotherapeutischen Versorgung
der Region.
Die Göttinger
Psychoanlytikerinnen und Psychoanalytiker haben im Jahr 1994
beschlossen, ihr Institut zu Ehren der ersten Göttinger Psychoanalytikerin
Lou Andreas-Salomé, die hier nach ihrer Ausbildung bei
Freud von 1914 bis 1933 praktiziert hat, in "Lou Andreas-Salomé-
Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie" umzubenennen.
Das Institut ist anerkannt von der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psy-chotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie), der DPG (Deutsche Psychoanalyti-sche Gesellschaft) und der VAKJP (Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten).
Details zu den
verschiedenen Aus- und Weiterbildungsgängen finden Sie unter
den entsprechenden Stichworten.
Falls
Sie zusätzlich noch Fragen haben, können Sie sich an
die dort genannten AnsprechpartnerInnen wenden oder im Sekretariat
nachfragen.
Anmeldungsformulare können Sie sich direkt herunterladen
und dann ausgefüllt zusammen mit den notwendigen Unterlagen
wieder an uns zurücksenden.
