Lou  Andreas-Salomé  Institut
                für Psychoanalyse und Psychotherapie (DPG) Göttingen e.V.
 

Curriculum der Theorie-Veranstaltungen

Veranstaltung
Um-fang, Dpstd
Halb- jahr
Studien- jahr
Ausbidlungs/ Weiterbildungs- gang
Ausbildungs/Weiterbildungsgang: 1 = Psychoanalyse, 2 = Psychotherapie, 3 = aKJP, 4 = PP
Die Angaben bedeuten: im Rahmen der Weiterbildungsrichtlinien für diesen Weiterbildungsgang besonders empfohlen. Eine Teilnahme aus anderen Ausbildungs/Weiterbildungsgängen ist in Absprache mit dem Dozenten in vielen Veranstaltungen möglich.

1. Psychoanalytische Wahrnehmungseinstellung und Schlußbildung

Psychoanalytisches Propädeutikum (Grundbegriffe: Konflikt, Abwehr, Regression, Widerstand, Übertragung etc.)
12
1
1
1, 2, 3, 4
Klassische Krankengeschichten, Lernen aus Falldarstellungen
6
1
1
1, 2, 3
Einführung : psychoanal. Wahrnehmung (prakt. Übungen)
7
1
1
1, 2, 3, 4
Block: Einführung in Grundlagen u. Praxis der Anamneseerhebung
8
1
1
1, 2, 3, 4
Einführung in die Anamneseerhebung aKJP
8
1
1
3
Säuglingsbeobachtung
36
1
1
3


2. Allgemeine Grundlagen
1

Lernen und Erinnern : Prozesse psychischer Entwicklung
8
2
1
1, 2, 3, 4
Block: Psychiatrie, Psychopathologie und Psychopharmakologie
10
1
2
1, 2, 3, 4
Berufsethik und Berufsrecht in der Psychotherapie, Versorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland und seine Geschichte
3
2
2
1, 2, 3, 4
Dokumentation und Evaluation von Behandlungen, Testverfahren
4
1
2
3, 4
Kinder- und Jugendpsychiatrie
6
2
1
3
Kinder- und Jugendpsychiatrie
6
2
2
3
Prävention und Rehabilitation
4
2
2
3, 4

3. Theorie zu den psychoanalytischen Grundlagen, Geschichte der Theorientwicklung
1
Allgemeine Neurosenlehre I (Ubw & Triebtheorie)
10
2
1
1, 2, 3, 4
Allgemeine Neurosenlehre II (Ich-Psychologie)
10
1
2
1, 2, 3, 4
Allgemeine Neurosenlehre III (Objektbeziehungstheorien)
10
2
2
1, 2, 3, 4
Allgemeine Neurosenlehre IV (Narzissmus)
10
1
3
1, 2, 3, 4
Psychoanalytische Entwicklungstheorien (präödipale, ödipale, Latenz-, Adoleszenzphase, Erwachsenenalter)
10
2
1
1, 2, 3, 4
psychoanalytische Persönlichkeitslehre und schulenübergreifende Persönlichkeitsmodelle
3
2
1
1, 2, 3, 4
psychoanalytische Kultur- & Sozialtheorie
4
2
1
1, 2, 3, 4
Traumlehre
10
1
2
1, 2, 3
Theoretische Konzepte der Psychosomatik
5
2
2
1, 2, 3, 4

4. Psychoanalytische Krankheitslehre
1
Spezielle Neurosenlehre I (Übertragungsneurosen: depressive, Zwangsneurosen, Phobie, Hysterie + Tests)
8
1
2
1, 2, 3, 4
Spezielle Neurosenlehre II (Essstörungen, sex. Funktionsstörungen, Persönlichkeitsstörungen + VT)
8
2
2
1, 2, 3, 4
Spezielle Neurosenlehre III (Sucht, Perversion, schwere Persönlichkeitsstörungen, Psychosen)
8
1
3
1, 2, 4
Spezielle Neurosenlehre IV (Krankheitslehre und -bilder der Psychosomatik + Krankheitsverarbeitung)
10
2
3
1, 2, 1, 2, 3, 44
Spezielle Neurosenlehre aKJP I
6
2
2
3
Spezielle Neurosenlehre aKJP II
6
1
3
3
Praxis der Kinder-und Jugendpsychiatrie
5
3
1
3

5. Grundlagen der Behandlungstechnik
a) allgemein
1
Freuds Technische Schriften
6
1
2
1, 2, 3, 4
Fallseminar zur Praxis des Antragsverfahrens in der Richtlinienpsychotherapie: Indikation, Differentialindikation und Prognose zur Psychotherapie, Kooperation von Ärzten und psychologischen Psychotherapeuten im Rahmen der kassenrechtlichen Antragsstellung (incl. sozialmedizinische Grundlagen der Psychotherapie und Berufsrecht)
10
1
2
1, 2, 3, 4

b) analytische Psychotherapie und c) tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
1

Beginn der Psychotherapie: Praxis der Pat.-Suche und -Auswahl, Paktgespräch, Einleitung und Aufnahme der Behandlung (Anfang, Eröffnungsphase; Entwicklung d. Arbeitsbeziehung) und Behandlungsverlauf im Überblick
12
2
2
1, 2, 3, 4
d) ambulante und stationäre Kurztherapien
1
Grundlagen und Anwendung von Fokaltherapie, Beratung, stützender/Halt gewährender Therapie, Gesprächspsychotherapie in stationärem und ambulantem Setting
8
1
3
1, 2, 3, 4
Grundlagen und Anwendung der Krisenintervention in
((a) psychoanalytischer Therapie, (b) tp. fund. Psychotherapie, (c) Paar- und Familien-Therapie, (d) stationäre Psychotherapie und Psychosomatik)
8
2
3
1, 2, 3, 4
Eltern- und Familienarbeit I
7
2
2
3
Eltern- und Familienarbeit II
7
1
3
3
Rolle der Phantasie in der aKJP; Märchen, Mythen und Träume
6
2
3
3
Literaturseminar aKJP
5
1
2
3

6. Behandlungstechnik für Fortgeschrittene
a) analytische Psychotherapie und b) tiefenpsychologische Psychotherapie
1
Widerstandsanalyse und Umgang mit dem Widerstand (Abwehr und Widerstand, Arten des Widerstandes, Übertragungswiderstand, negative therapeutische Reaktion, Ich-Widerstand, Über-Ich-Widerstand, Charakter-Widerstand; Erkennen, Konfrontation, Deutung, Durcharbeiten, Traum u. Widerstand)
10
2
3
1, 2, 3, 4
Übertragungs-Gegenübertragungsanalyse und Umgang mit Übertragung-Gegenübertragung in tp. fund. Psychotherapie (Arten u. Formen, positive u. negative Übertragung, Übertragungs-Reaktionen bezüglich:
(a) Objektbeziehungen, (b) Libidophasen, (c) Ichstruktur)
8
1
4
1, 2, 4
c) modifizierte Verfahren
1
Gruppentherapie
(Göttinger Modell, Gruppenprozesse, Regression, Übertragung u. Gegenübertragung, Abwehr, Widerstand, Arbeitsbeziehung; verschiedene Methoden, Initialphase, Inszenierungen, Interventionen, Schlußphase)
7
2
4
1, 2, 4
Paar- & Familientherapie
(Übertragung-Gegenübertragung, Abwehr u. Widerstand, Kollusionen, Interventionen, Kinder u. Großeltern)
7
2
4
1, 2, 3, 4
Fallseminar: Indikation u. Differentialindikation psychotherapeutischer Verfahren, Prävention und Rehabilitation (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Kurz- u. Fokaltherapie, Kinder- u. Jugendlichen-Psychotherapie, Paar- u. Familientherapie, stationäre Psychotherapie, Gesprächspsychotherapie, Verhaltenstherapie, suggestive und autosuggestive Verfahren)
8
2
5
1, 2, 3, 4
Technik I: Spiele, bildnerisches Gestalten und szenisches Verstehen in Diagnose und Therapie
7
1
2
3
Technik II: Der Prozeß i. d. Behandlung von Kindern u. Jugendl.
10
1
3
3
Technik III: Beziehungsebene, Übertragung und Gegenübertragung
10
2
3
3
Technik IV: Widerstandsanalyse
10
2
3
4
Technik V: Phasenspezifische Modifikationen
7
2
5
3
Gruppentherapie mit Kindern
3
1
4
3
Gruppentherapie mit Jugendlichen
3
2
5
3
Krisenintervention und Kurzzeittherapie aKJP
4
1
5
3
Methodik der tiefenp. fund. Psychotherapie in der aKJP
10
1
5
3
Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapieforschung
4
1
5
1, 2, 3, 4

7. Praxis der klinischen Diagnostik und Behandlung
1
Psychotherapeutische Poliklinik: Diagnostik, Indikation und Prognose / Anamnesenseminar
20
1,2
1 - 3
1, 2, 3, 4
Psychotherapeutische Poliklinik: Diagnostik, Indikation und Prognose / Anamnesenseminar
50
1, 2
3 - 5
1
Kasuistisch-technisches Seminar tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
25
1, 2
3 - 5
1, 2, 4
Kasuistisch-technisches Seminar aKJP
80
1, 2
2 - 5
3
Psychoanalytische Diagnostik aKJP I
7
1
2
3
Psychoanalytische Diagnostik aKJP II
7
2
2
3
Anamnesenseminar aKJP
16
1, 2
2
3
Hypnose 1 (supportive und ressourcenorientierte Interventionen)
8
1
2
1, 2, 3, 4
Autogenes Training und Entspannungsverfahren
8
2
2
1, 2, 3, 4
Autogenes Training 2
8
2
3
3 und
offen für alle
Katathym Imaginative Psychotherapie (KiP) - Einführung
10
1
2
1, 2, 3, 4
Verhaltenstherapie 1
10
1
2
1, 2, 3, 4
Verhaltenstherapie 2
10
1
3
1, 2, 3, 4


Als sogenannte "Zweitverfahren" werden am Institut VT, Hypnose und Katathym Imaginative Psychotherapie (KiP) angeboten. Im Rahmen des Curriculums des Institutes wird VT vollständig angeboten, für die anderen Verfahren sind bei Interesse Absprachen mit den Dozenten für zusätzliche Angebote erforderlich.

Für in diesem Curriculum nicht ausgewiesene Lerninhalte (z. B. zu medizinischen Grundlagen, die für Prüfungen innerhalb des PTG verlangt werden) können angeleitete oder frei organisierte Arbeitsgruppen über das Sekretariat angemeldet werden. Sie werden dann im Rahmen der gesetzlichen Regelungen als Theoriestunden anerkannt.

Das Erlernen von sogenannten "Entspannungsverfahren" und Erfahrungen mit einem "Zweitverfahren" werden für den ärztlichen Bereich, für die Ausbildung psychologischer Psychotherapeuten nach dem PTG und für den Zusatztitel Psychotherapie gefordert. Sie sind allen WBT zu empfehlen.

Dies gilt auch für den Erwerb persönlicher gruppentherapeutischer Erfahrung und einer gruppentherapeutischen Weiterbildung

Die für die ärztlichen Bereiche und Zusatzbezeichnungen geforderten Leistungen
- psychiatrische Anamnese
und Befunderhebung sowie Klassifikation psychiatrischer Erkrankungen bei 60 Patienten   und
- Balint-Gruppe 35 Doppelstunden
werden mit diesem Lehrangebot nicht erfasst und müssen von den WBT eigenverantwortlich absolviert werden. Bei Fragen und Problemen helfen die entsprechenden Weiterbildungsausschüsse gern.

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